Samstag, 29. April 2017

Aprilwetter

 
Regen und Sonne zur gleichen Zeit.
Foto: Septemberwoman / Wikimedia Commons


Meine Freunde beklagen sich über das Wetter.

Sie sagen:
Mal scheint die Sonne.
Dann regnet es wieder.
Mal hat es fast 20 Grad.
Dann schneit es wieder.
Was ist denn das für ein Wetter?
Warum wird es nicht richtig schön? 


Die Blumen blühen schon. Jetzt schneit es wieder.
Foto: Kora27 / Wikimedia Commons.





Aber eigentlich ist das Wetter normal.
Es ist April, und:
"Der April macht was er will."
Im Mai wird das Wetter bestimmt schön!

:-)


Wortliste
sich beklagen (+ über + Akk.) = sagen, dass etwas nicht gut ist / (zu einer 3. Person) sagen, dass jemand etwas falsch macht.
mal = einmal / zu einer Zeit.
Grad = °C / Maßeinheit für Wärme und Kälte.
bestmmt = sicher / auf jeden Fall.


Liebe Leute, 
gibt es in ihrem Land auch so einen Monat?
Schreiben Sie einen Kommentar!
Hier unten ist Platz. ⇊ 

Sonntag, 23. April 2017

Herren im Bad


Eine Badewanne (die Badewanne, -n)
Foto: Fernost / Wikimedia Commons


Ein Mann sitzt in einer Bade·wanne.
Aber er ist nicht allein.
In der Wanne sitzt noch ein anderer Mann.
Der eine Mann sagt:
Ich möchte nicht un·höflich sein.
Aber ich wäre jetzt gerne allein.
Der andere Mann fragt:
Wer sind Sie denn überhaupt?
Mein Name ist Müller- Lüdenscheid.
Ich heiße Kloebner. Doktor Kloebner. 
Können Sie mir sagen, was Sie in meiner Badewanne tun?
Ich habe die falsche Türe benutzt. 
Dieses Hotel ist ein bisschen kompliziert.
Aber jetzt wissen Sie, dass das meine Wanne ist,
und sie baden trotzdem weiter.
Ich bade ja gar nicht.
In der Wanne ist ja kein Wasser. 
Als ich ins Zimmer kam, saßen Sie im warmen Wasser.
Aber Sie haben das Wasser aus·gelassen. 
Weil Sie es ein·gelassen haben! 
In meiner Badewanne lasse ich das Wasser selbst ein.
Dann lassen Sie es doch jetzt ein!
In meiner Badewanne entscheide ich selbst, wann ich das Wasser einlasse.
Natürlich....
Aber es ist ein bisschen kalt ohne Wasser...
Ich lasse das Wasser ein, wenn Sie höflich bitten.
Bitte.
höflich!!

Dr. Klöbner bittet höflich.
Müller-Lüdenscheid lässt Wasser in die Wanne.
Dr. Klöbner greift nach seiner Gummi-Ente.



 
Eine Gummi-Ente (die Gmmi 'nte, -n)
Foto: Deryni / Wikimedia Commons



Herr Müller-Lüdenscheid sagt:
Die Ente bleibt draußen!
Aber ich bade immer mit dieser Ente. 
Nicht in meiner Wanne.
Ich hole jetzt die Ente herein.
Dann lasse ich das Wasser aus. 
Wo ist der Stöpsel?
Sie sitzen darauf. 
Wissen Sie eigentlich, dass es Menschen gibt, die gar kein Bad haben?
Ach, ein Sozi sind Sie wohl auch noch!
Herr Müller Lüdenscheid!!!
Also gut. Holen Sie die Ente herein.
Nein. Mit Ihnen badet meine Ente nicht. 
Sie holen sofort die Ente herein!
Ich denke nicht daran!
Dann tauche ich jetzt so lange, bis Sie die Ente herein holen.
Müller Lüdenscheid taucht unter. 
Aber er kommt sofort wieder herauf.
Dr. Klöbner lacht:
Da sind Sie ja schon wieder. 
Ich kann länger tauchen als Sie.
Passen Sie mal auf!
Dr. Klöbner taucht unter.
Er bleibt lange unter Wasser.
Sehr lange.
Müller-Lüdenscheid ruft:
Herr Doktor Klöbner, wenn Sie nicht sofort auf·tauchen,
verlasse ich die Wanne!
Dr. Klöbner taucht auf.
Er fragt:
Na? Was sagen Sie jetzt?
Sie langweilen mich.
Aber ich kann länger als Sie.
Es gibt wichtigere Dinge im Leben.
Was denn?
Ehrlichkeit ... Toleranz ... Mut ...Fleiß ... Sauberkeit ...
Aber ich kann länger als Sie.
Nur der Charakter ist wichtig.
Aber ich kann länger als Sie.
Das glaube ich nicht.
Dann tauchen wir jetzt beide zugleich. 
Wir werden ja sehen!

Dr. Klöbner und Herr Müller-Lüdenscheid tauchen beide unter.
Nur ihre Knie sehen noch aus dem Wasser.
Da kommt ein dritter Mann ins Bad.
Er sagt:
....Entschuldigung.... Ist das hier Zimmer 107 ?


Der Autor: Loriot 

Vicco von Bülow oder "Loriot" (1923 - 2011)
Foto: Pacific11 / Wikimedia


Loriot [lorio
Vicco von Bülow [Vko von Bülo]
Dieser Dialog kommt aus einem Cartoon von Loriot.
Sein richtiger Name war Vicco von Bülow.

Loriot war ein Humorist.
Er hat Bücher geschrieben
und Cartoons und Filme gemacht.
Wenn er sie im Fernsehen vorstellte, 
saß er immer auf diesem Sofa:

Das Sofa (das Sofa, -s) von Loriot.
Foto: Wikiuka / Wikimedia Commons


Deshalb nennen wir solche Sofas oft "Loriot-Sofa".
Und wir benutzen gerne Zitate von Loriot.
Wenn es passt, sagen wir:
"Aber ich kann länger!"
oder 
"Die Ente bleibt draußen!"
....oder viele andere Zitate von Loriot.

Im Jahr 2011 ist Loriot gestorben.
Das ist sein Grab:

Das Grab (das Grab,  ̈-er) von Vicco von Bülow.
Foto: OTFW / Wikimedia Commons





 

Deutsch lernen mit Loriot


In diesem Blog kann ich wegen dem Copyright keine Cartoons zeigen.

Aber Sie können sie gut im Internet finden.
Zum Beispiel Loriots Herren im Bad.
Der Text von Loriot ist ein bisschen schwieriger als der Text in diesem Blog.
Aber es gibt den Cartoon auch mit englischen Untertiteln.

Außerdem gibt es auch einfachere Cartoons von Loriot
Versuchen Sie  Loriots Der Feierabend.
Das können Sie vielleicht schon ohne Untertitel verstehen.
Viel Spaß!




Wortliste
Ich wäre jetzt gerne allein = Ich möchte jetzt allein sein / Ich möchte keine andere Person bei mir haben.
überhaupt = hier: eigentlich. ("überhaupt" in einer Frage bedeutet: "Ich wundere mich sehr / Ich finde das sehr komisch) 
baden = im Wasser sein
auslassen = Wasser aus der Wanne laufen lassen / die Wanne leer machen.
einlassen = Wasser in die Wanne laufen lassen / die Wanne voll machen.
entscheiden, entschied, entschieden =  Aus mehreren Möglichkeiten eine auswählen.
greifen, grff, gegrffen = die Hand zu einer Sache bewegen und die Sache nehmen. 
der Stöpsel, - =  Unten in der Badewanne ist ein Loch. In das Loch tut man einen Stöpsel, damit das Wasser nicht aus der Wanne läuft. 
der Sozi, -s = böses Wort für "Sozialist". Eine Person, die politisch links denkt. 
Ich denke nicht darn! = Das tue ich bestimmt nicht! 
tauchen = mit dem Kopf unter das Wasser gehen. 
ntertauchen, tauchte nter, (ist)ntergetaucht = wie: tauchen.
uftauchen, tauchte uf, (ist) ufgetaucht = mit dem Kopf aus dem Wasser heraus kommen.
verlssen, verließ, (hat) verlssen = hier: fort gehen, hinaus gehen. 
lngweilen = so reden oder handeln, dass es anderen Leuten keinen Spaß macht und sie schlafen möchten.
ehrlich  = so, dass man alles so sagt, wie es ist / so, dass man keine Sachen nimmt, die anderen Leuten gehören.
die Ehrlichkeit =  (Sustantiv von ehrlich)
tolernt = so, dass man Leute ok findet, auch wenn sie anders sind machen als man selbst.
die Tolernz = (Substantiv von tolerant)
mutig = so, dass man keine Angst hat.
der Mut = (Substantiv von mutig)
fleißig = so, dass man viel arbeitet.
der Fleiß = (Substantiv von fleißig)
sauber = so, dass man sich immer wäscht und immer frische Kleider anzieht.
die Sauberkeit = (substantiv von sauber) 
der Charakter [Karkter] = die Eigenschaften / das Herz von einem Menschen.
der Humorst = Person. Sie schreibt, spielt oder zeichnet Sachen, über die man lachen muss.
das Zitat, -e = ein Satz, den eine andere Person gesagt hat / ein Satz, den man in einem Buch gefunden hat. 
der ntertitel = Text unter einem Film.

 
Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
gefällt ihnen dieser Dialog? 
Gibt es in ihrem Land auch bekannte Humoristen?
Wie heißen Sie? Kann man sie im Internet sehen? 
Vielleicht sogar mit Untertiteln?
Schreiben Sie einen Kommentar!
Hier unten ist Platz: ⇓ 

Sonntag, 9. April 2017

Auf einem Baum ein Kuckuck ...


Das ist ein Kuckuck.
Ein Kuckuck (der Kckuck, -e).
Er sitzt auf einem Baum.
Foto: Locaguapa / Wikimedia Commons

Und hier kommt eine Geschichte:

Auf einem Baum saß ein Kuckuck.
Da kam ein Jäger.

Ein Jäger (der Jäger, - ). Er schießt mit einem Gewehr.
Bild: Wikimedia Commons.

Der Jäger erschoss den Kuckuck.
Armer Kuckuck!
Er war tot....

Aber....

Nach einem Jahr
war der Kuckuck schon wieder da! 


Ein Zauberer (der Zauberer, -)
Künstler: Louis Maleuvre, 1833.
Foto: Wikimedia Commons

Wie kann das sein?
Hat vielleicht ein Zauberer
"Smsalabm!"
gesagt und den Kuckuck wieder lebendig gemacht?
Simsalabm
           b
               basala 
                    dusala  
                         dm 
                             ? 

Das Lied vom Kuckuck und dem Jäger

Diese Geschichte vom Kuckuck ist ein Lied.
Kinder singen es gerne,
aber Erwachsene auch.
Warum?

Wenn wir das Lied hören, 
dann denken wir:
Manche Dinge kann man nicht töten
Zum Beispiel die Freiheit.     

Singen Sie mit!

Hier können Sie das Lied hören:

Und hier ist der Text:
Auf einem Baum ein Kuckuck -
simsalabim bam basala dusala dim 
Auf einem Baum ein Kuckuck saß.
Da kam ein junger Jäger -
simsalabim bam basala dusala dim 
Da kam ein junger Jägersmann.
Der schoss den armen Kuckuck -
simsalabim bam basala dusala dim 
Der schoss den armen Kuckuck tot.
Und als ein Jahr vergangen -
simsalabim bam basala dusala dim 
Und als ein Jahr vergangen war,
da war der Kuckuck wieder -
simsalabim bam basala dusala dim 
da war der Kuckuck wieder da.  

 
Wortliste
töten = machen, dass jemand nicht mehr lebt. 
erschießen, erschss, erschssen = mit einem Gewehr töten.
totschießen, schss tot, totgeschossen = Kindersprache für "erschießen".
arm = (hier:) so, dass es einem nicht gut geht. 
"armer Kckuck!" =  Der Kuckuck tut mir leid!
Wie kann das sein? = Wie ist das möglich? / Das ist komisch! Warum ist es passiert?

SimsalabmEin Wort ohne Bedeutung. Zauberer benutzen es.
lebendig = nicht tot.
frei(hier:) so, dass man sagen kann, was man denkt.
die Freiheit = Substantiv von frei
ein jnger Jäger = ein Jäger, der jung ist.
der Jägers·mann,  ̈-er = Kindersprache für "Jäger".
vergngen = vorbei.

 
Gefällt Ihnen das Lied?

Gibt es in ihrem Land auch solche Lieder?
Schreiben Sie einen Kommentar!
Hier unten ist Platz: ⇓

Freitag, 24. März 2017

Der geschenkte Gaul

Ein Pferd (das Pferd, -e)
Foto: Johanna Rautio / Wikimedia Commons

Das ist ein Pferd.
Man kann auch sagen: Ein Gaul.

Wie alt ist dieses Pferd?
Ist es noch jung und stark?
Oder ist es schon alt?

Das Alter von einem Pferd sieht man an den Zähnen.
Wenn das Pferd jung ist, sind die Zähne lang und hell.
Wenn es alt ist, sind die Zähne kurz und dunkel.

Jemand kauft ein Pferd. Er schaut dem Pferd ins Maul.
Skulptur: Giuseppe Roverso.
Foto: Brbbl / Wikimedia Commons.

Wenn man ein Pferd kauft, 
dann schaut man in sein Maul.
Man schaut die Zähne an.
So findet man ein Pferd, das noch jung ist.

Und ... wenn man ein Pferd geschenkt bekommt?

Pferde. Sie sind als Geschenk verpackt.
Skulptur: Heinrich Schwarz
Foto: Anaconda 74 / Wikimedia Commons

Vielleicht ist das Pferd nicht mehr jung.
Aber man kann trotzdem noch darauf reiten.

Soll man dem Geber sagen:
"Dieses Pferd ist zu alt -
Gib mir ein anderes!"
?
Das geht nicht.
Damit kränkt man den Geber.

Also nimmt man das Geschenk an und sagt nur:
"Vielen Dank, Onkel Fritz!"

Deshalb gibt es das Sprichwort
"Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul."

Es bedeutet:
Über ein Geschenk soll man nichts Schlechtes sagen. 


Wortliste
das Pferd,-e = Tier. Siehe Bild.
der Gaul, ̈-e = Pferd. Dieses Wort benutzt man jetzt nicht mehr oft.
stark = so, dass es viel Kraft hat / so, dass es viel arbeiten kann.
das Maul, ̈-er = der Mund von einem Tier.
geschnkt bekommen = als Geschenk bekommen.
reiten, rtt, (ist) gertten = auf einem Pferd sitzen. 
der Geber = Person. Sie gibt oder schenkt eine Sache.
jemanden kränken = jemanden traurig machen / jemanden beleidigen.
nnehmen, nahm n, (hat) ạngenommen = etwas nehmen, das eine Person einem gibt (zum Beispiel einen Brief oder ein Geschenk).
das Sprchwort, ̈-er = ein Satz. Er sagt etwas, das viele Leute wissen. Viele Leute kennen diesen Satz. Man benutzt ihn immer wieder. 
über ~ etwas Schlchtes sagen = sagen, dass ~ nicht gut ist


Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gibt es in ihrem Land auch so ein Sprichwort?
Schreiben Sie einen Kommentar!
Hier unten ist Platz: ⇊