Donnerstag, 22. Juni 2017

Die Linden blühen



Eine Linde (die Lnde, -n)
Foto: Dehio / Wikimedia Commons


Das ist eine Linde.
Sie blüht.

Das kann man nicht gut sehen,
denn Lindenblüten sind sehr klein.

Aber man kann es riechen.
Lindenblüten riechen sehr gut.


Linden·blüten (die Blüte, -n)
Foto: Stan Shebs / Wikimedia Commons


Und ...
man kann es auch hören!
Stellen Sie sich unter eine Linde.
Hören Sie das?
Im Baum summt es.
Das sind Bienen.

 
Eine Biene (die Biene, -n) auf einer Blüte
Foto: mhx / Wikimedia Commons



Wenn ich Lindenblüten rieche
und die Bienen im Baum höre,
dann weiß ich:
Jetzt ist der Sommer da. 


Linden·blätter und -blüten.
Aus Reitter/Abel: Holzarten.
Wikimedia Commons




Wortliste
blühen = (Pflanzen:) die Blüten aufmachen.
etwas riechen = etwas mit der Nase bemerken.
riechen = Duft abgeben.
summen = (Menschen:) den Mund zu machen und lange ein Geräusch machen / (Tiere:) lange und leise ein Geräusch machen (Beispiel: "die Mücken summen").



Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
woran merken Sie, dass der Sommer da ist?
Schreiben Sie einen Kommentar!
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Sonntag, 11. Juni 2017

Netflix und chillen?


Ich lerne koreanisch.
Dazu benutze ich einen Kurs im Internet.
Die Lektionen sind sehr kurz.
Manchmal lernt man nur einen einzigen Satz. 
Letzte Woche war es der Satz: 
"Netflix und chillen?".

Auf koreanisch sagt man dazu:
"Möchtest Du Instant-Nudeln, bevor du gehst?"

Instant-Nudeln (sprich: nstent-Nudeln)(nur Plural)
Foto: William Christiansen / Wikimedia Commons


Ich habe erst mal gar nichts kapiert.
Klar, auf Netflix kann man Filme anschauen.
Und chillen, das heißt "nichts tun" oder "ausruhen".
Aber was hat das mit Nudeln zu tun?

Vielleicht lachen Sie jetzt.
Aber ich bin fast 60.
Und den Ausdruck "Netflix und chillen" kannte ich nicht.

Ich habe im Urban Dictionary nachgeschaut.
Da musste ich auch lachen.

Eine Tasse Kaffee
Foto: Julius Schorzman / Wikimedia Commons

In meinem Alter sagt man statt "Netflix und chillen":
"Kommst Du noch rauf auf eine Tasse Kaffee?"

Und als meine Eltern jung waren, hieß es:
"Möchtest Du meine Briefmarkensammlung sehen?"


Eine Brief·marken·sammlung (die Briefmarkensammlung, -en)
Foto: M. Kirchherr / Wikimedia Commons



Wortliste
Ntflix und chillen? [sprich: ntflix und tschllen] = (Jugendsprache) "wollen wir Sex haben?"
einzig = allein / nichts anderes als das.
erst ml = (Umgangssprache) zuerst/ am Anfang.
kapieren = (Umgangssprache) verstehen.
Urban Dictionary [sprich: Örben Dktschonäri] = Wörterbuch im Internet. Dort findet man Ausdrücke aus der Jugend-Sprache.
in meinem lter = wenn man so alt ist wie ich.
stạtt = an der Stelle von (das heißt: man sagt nicht "Netflix und chillen", sondern "kommst Du noch rauf auf eine Tasse Kaffee?"
rauf =  (Umgangssprache)  herauf / hinauf.

Ausdrücke:
Was hat das mit .... zu tun? = Diese beiden Sachen passen doch nicht zusammen! 
Kommst Du noch mit rauf? = Kommst Du noch mit mir in meine Wohnung (die oben im Haus ist)?

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
wie sagt man "Netflix und chillen" in Ihrer Sprache?
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Mittwoch, 31. Mai 2017

Tomaten auf dem Friedhof


Ein Grab (das Grab, ̈- er).
Foto: GrzegorzPetka / Wikimedia Commons



In der Stadt Neuburg hat ein Ehepaar gelebt.
Sie sind schon alt gewesen.
Ihre Enkelin hat sie gerne besucht.
Zusammen haben sie oft im Garten gearbeitet.
Neuburg
Das Ehepaar ist gestorben.
Die Enkelin hat auf dem Grab Tomaten gepflanzt.
Da hat sie Probleme bekommen,
denn die Stadt Neuburg hat gesagt:
Auf einem Grab darf man nur Blumen pflanzen.
Gemüse ist nicht erlaubt.
Die Tomaten müssen weg!

Die Enkelin hat gesagt:
Die Tomaten erinnern mich an meine Großeltern.
Sie erinnern mich an unsere Arbeit im Garten.
Diese Erinnerung ist sehr schön.
Und Tomaten passen besser zu dieser Erinnerung als Blumen. 

 
Tomaten (die Tomate, -n)
Foto: Rasbak / Wikimedia Commons

Das war vor einem Jahr. 
Die Geschichte stand in ganz Deutschland in der Zeitung.
Viele Leute dachten:
Warum soll man auf einem Grab keine Tomaten pflanzen?
Es ist zwar nicht üblich,
aber es stört doch auch niemanden.
Warum muss es eine solche Regel geben?

In der Stadt Neuburg hat man lange nachgedacht.
Es hat ein Jahr gedauert.
Aber diese Woche hat man entschieden:

Auf unserem Friedhof darf man in Zukunft auch Obst und Gemüse pflanzen.

:-)
Na also. Geht doch!


Wortliste
der Friedhof, ̈- e = Ort. Dort sind viele Gräber.

das Ehepaar, -e = Zwei Menschen. Sie sind verheiratet.
sterben, starb, gestrben = vom Leben zum Tod gehen.
pflnzen = eine Pflanze in die Erde tun, damit sie dort groß wird. 
erlaubt = so, dass man es tun darf.
ernnern = machen, dass man an etwas denkt.
die Ernnerung, en = der Gedanke an etwas, was früher passiert ist.
in der Zeitung stehen = in der Zeitung sein.
zwar .... aber.... = Es ist so, aber ....
üblich sein = normal sein / immer so sein.
stören = so sein, dass Leute es nicht mögen. Zum Beispiel: Der Lärm stört die Nachbarn.
entscheiden, entschied, entschieden = von mehreren Möglichkeiten eine auswählen.

Ausdrücke
die Tomaten müssen weg = man muss die Tomaten weg nehmen.
Warum muss es eine solche Regel geben? = Wer braucht diese Regel? (Niemand braucht sie!)
Na also, geht dch! =  Das sagt man, wenn jemand eine einfache Sache zuerst nicht kann und dann doch schafft.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Wie sehen Friedhöfe in Ihrem Land aus?
Welche Regeln gibt es dort? 
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Freitag, 12. Mai 2017

Wie schön, dass Du geboren bist!

Wenn jemand Geburtstag feiert, dann singen wir meistens
"Happy Birthday to you".
oder
"Wie schön, dass Du geboren bist!"
Dieses Lied hat Rolf Zuckowski geschrieben.


Rlf Zuckwski im Jahr 2015.
Er hat eine Gitarre (die Git
rre, -n) in der Hand.
Foto: Frank Schwichtenberg/ Wikimedia


Rolf Zuckowski ist ein Lieder·macher. 
Das Besondere an ihm ist,
dass er Lieder für Kinder macht.

In den 1960er Jahren war Rolf Zuckowski ein Junge.
Sein Vater schenkte ihm eine Gitarre. 
Einige Jahre lang spielte er in der Schul-Band.

Dann bekam er selbst Kinder.
Er schrieb Lieder für sie.
Diese Lieder sang er auch auf der Bühne.
Einige davon wurden sehr beliebt.
Sie wurden zu Volks·liedern.

Aber das war erst der Anfang!
Bald schrieb Rolf Zuckowski auch ganze Musicals für Kinder.
Zum Beispiel "Rolf Zuckowskis Vogel·hochzeit".

"Die Vogelhochzeit" ist eigentlich ein Volkslied:
Sein Inhalt ist einfach:
Zwei Vögel heiraten,
und viele andere Vögel feiern mit.
Die Melodie ist kurz und lustig. 


Die Melodie (die Melodie, -en) von dem Lied "Die Vogelhochzeit"
Unter der Melodie steht der Text (der T
xt, -e).
Datei: Rainer Lewalter

Rolf Zuckowski hat dieses Lied genommen 
und erweitert.
Jetzt hat jeder Vogel eine eigene Melodie
und einen eigenen Text. 
So können viele Kinder bei dem Musical mit·machen.
Das macht großen Spaß.



Der Drache (der Drche, -n) Tabaluga.
Hier als Figur in der Stadt Erfurt.

Jøra / Wikimedia Commons.


Vielleicht kennen Sie auch Tabaluga?
Tabaluga ist ein Drachen·kind.
Er erlebt viele Abenteuer
und denkt über die Welt nach.
Der Sänger Peter Maffay singt die Geschichten von Tabaluga
als Rock-Musicals für Kinder.

Peter Mffay singt Rock·musik auf einer Bühne (die Bühne, -n).
Foto: Hamster3 / Wikimedia

Viele Künstler arbeiten an den Musicals mit.
Rolf Zuckowski ist einer von ihnen.
Kinder lieben die Geschichten
und singen die Musik nach.



Was ich an Rolf Zuckowski mag


Als Rolf Zuckowski ein junger Mann war, 
war ich ein Kind.

Ich habe gerne gesungen.
Aber Volkslieder waren in Deutschland nicht beliebt. 
Viele Leute sagten:

Volkslieder sind alt·modisch.
Sie erzählen nur von der "guten alten Zeit". 
Das ist kitschig,
denn die alte Zeit war nicht immer gut!

Außerdem haben die Nazis immer Volkslieder gesungen. 
Damit haben sie die Leute zusammen gebracht.
Dann haben sie zusammen Verbrechen begangen.

Deshalb sind Volkslieder dumm und gefährlich.
Man sollte sie nicht mehr singen!


Das war zwar falsch,
denn viele Volkslieder erzählen versteckt von Problemen
und vom Wunsch nach Gerechtigkeit.

Aber trotzdem:
Zuhause und in der Schule hat man nicht mehr viel gesungen.

Wolf Zuckowski hat sich um diesen Trend nicht gekümmert.
Er hat immer wieder Lieder geschrieben.
Ihre Texte sind modern.
Ihre Melodien sind einfach und lustig.
Und Wolf Zuckowski ist auch politisch aktiv.
Er engagiert sich gegen Neo·nazis.

So haben viele Leute gesehen:
Singen macht Spaß.
Und Singen muss nicht altmodisch und reaktionär sein. 


Heute hat Rolf Zuckowski Geburtstag.
Er wird 70 Jahre alt.
Und ich denke: 

Wie schön, dass Du geboren bist!

http://static.universal-music.de/asset_new/404345/779/view/Wie-schoen--dass-du-geboren-bist.jpg



Wortliste: 
das Besndere an ihm = das, was ihn von vielen anderen Personen unterscheidet. 
die 1960er Jahre (neunzehnhundertsechziger Jahre) = die Jahr von 1960 bis 1969.
die Schul-Band,-s (lies: schulbänd) = Mehrere Schüler. Sie machen zusammen Musik.
die Bühne, -n = der Ort, wo ein Künstler auftritt.(siehe Bild
Kinder bekmmen, bekam, (hat) bekmmen = Vater oder Mutter werden.
beliebt = so, dass es vielen Leuten gefällt.
das Vlkslied, -er = ein Lied, das viele Leute kennen und singen.
das war erst der Anfang! = danach ist noch viel mehr passiert!
das Musical, -s (lies: mjusikel) = eine Geschichte aus mehreren Liedern, die auf der Bühne gespielt wird. 
eigentlich ...= wenn ich genau darüber nachdenke, muss ich es so sagen:  
erweitern = größer machen / Mehr Inhalt dazu tun.
erleben = bei einer spannenden Sache dabei sein / eine spannende oder aufregende Geschichte passiert einem.
das Abenteuer, - =  eine spannende, aufregende oder gefährliche Sache.
nachsingen, sang nach, nachgesungen = hören und dann selbst singen.

Was ich an Rolf Zuckowski mag

ltmodisch = so, dass es nicht mehr modern ist.
ktschig = mit Absicht so gemacht, dass Leute starke Gefühle bekommen und die Wirklichkeit vergessen.
der Nazi, -s = die Leute von Adolf Hitler.
der Neonazi, -s = Leute, die heute so denken wie Adolf Hitler.
das Verbrchen, - = eine böse Tat / Eine Tat, durch die eine andere Person große Probleme bekommt.
zwar .... aber ..... = es stimmt, dass ....., aber...
verstckt = so, dass man es nicht sofort sieht.
der Wnsch, ̈- e = etwas, das man gerne bekommen möchte.
gercht = fair / so, dass jeder bekommt, was er bekommen sollte.
die Gerchtigkeit (nur Singular) = (Substantiv von "gerecht")
trtzdem = obwohl es so ist...
der Trnd, -s = die Mode / die Art, wie viele Leute etwas tun.

sich um etwas kümmern = etwas beachten / auf etwas aufpassen.
plitisch aktiv sein = politische Arbeit machen, aber nicht als Beruf.

sich engagieren (lies: ongaschieren)  = (~ für) für eine Person, eine Gruppe oder eine Idee viel tun / (~ gegen) viel tun, damit eine Idee oder eine Aktion nicht groß werden kann.
reaktionär = politisch rückwärts orientiert / so, dass man sich eine frühere Zeit zurück wünscht, wo starke Männer alleine die Welt regiert haben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
singen sie gerne?
Haben Volkslieder in Ihrem Land eine besondere Bedeutung?
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Samstag, 29. April 2017

Aprilwetter

 
Regen und Sonne zur gleichen Zeit.
Foto: Septemberwoman / Wikimedia Commons


Meine Freunde beklagen sich über das Wetter.

Sie sagen:
Mal scheint die Sonne.
Dann regnet es wieder.
Mal hat es fast 20 Grad.
Dann schneit es wieder.
Was ist denn das für ein Wetter?
Warum wird es nicht richtig schön? 


Die Blumen blühen schon. Jetzt schneit es wieder.
Foto: Kora27 / Wikimedia Commons.





Aber eigentlich ist das Wetter normal.
Es ist April, und:
"Der April macht was er will."
Im Mai wird das Wetter bestimmt schön!

:-)


Wortliste
sich beklagen (+ über + Akk.) = sagen, dass etwas nicht gut ist / (zu einer 3. Person) sagen, dass jemand etwas falsch macht.
mal = einmal / zu einer Zeit.
Grad = °C / Maßeinheit für Wärme und Kälte.
bestmmt = sicher / auf jeden Fall.


Liebe Leute, 
gibt es in ihrem Land auch so einen Monat?
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Sonntag, 23. April 2017

Herren im Bad


Eine Badewanne (die Badewanne, -n)
Foto: Fernost / Wikimedia Commons


Ein Mann sitzt in einer Bade·wanne.
Aber er ist nicht allein.
In der Wanne sitzt noch ein anderer Mann.
Der eine Mann sagt:
Ich möchte nicht un·höflich sein.
Aber ich wäre jetzt gerne allein.
Der andere Mann fragt:
Wer sind Sie denn überhaupt?
Mein Name ist Müller- Lüdenscheid.
Ich heiße Kloebner. Doktor Kloebner. 
Können Sie mir sagen, was Sie in meiner Badewanne tun?
Ich habe die falsche Türe benutzt. 
Dieses Hotel ist ein bisschen kompliziert.
Aber jetzt wissen Sie, dass das meine Wanne ist,
und sie baden trotzdem weiter.
Ich bade ja gar nicht.
In der Wanne ist ja kein Wasser. 
Als ich ins Zimmer kam, saßen Sie im warmen Wasser.
Aber Sie haben das Wasser aus·gelassen. 
Weil Sie es ein·gelassen haben! 
In meiner Badewanne lasse ich das Wasser selbst ein.
Dann lassen Sie es doch jetzt ein!
In meiner Badewanne entscheide ich selbst, wann ich das Wasser einlasse.
Natürlich....
Aber es ist ein bisschen kalt ohne Wasser...
Ich lasse das Wasser ein, wenn Sie höflich bitten.
Bitte.
höflich!!

Dr. Klöbner bittet höflich.
Müller-Lüdenscheid lässt Wasser in die Wanne.
Dr. Klöbner greift nach seiner Gummi-Ente.



 
Eine Gummi-Ente (die Gmmi 'nte, -n)
Foto: Deryni / Wikimedia Commons



Herr Müller-Lüdenscheid sagt:
Die Ente bleibt draußen!
Aber ich bade immer mit dieser Ente. 
Nicht in meiner Wanne.
Ich hole jetzt die Ente herein.
Dann lasse ich das Wasser aus. 
Wo ist der Stöpsel?
Sie sitzen darauf. 
Wissen Sie eigentlich, dass manche Menschen gar kein Bad haben?
Ach, ein Sozi sind Sie wohl auch noch!
Herr Müller Lüdenscheid!!!
Also gut. Holen Sie die Ente herein.
Nein. Mit Ihnen badet meine Ente nicht. 
Sie holen sofort die Ente herein!
Ich denke nicht daran!
Dann tauche ich jetzt so lange, bis Sie die Ente herein holen.
Müller Lüdenscheid taucht unter. 
Aber er kommt sofort wieder herauf.
Dr. Klöbner lacht:
Da sind Sie ja schon wieder. 
Ich kann länger tauchen als Sie.
Passen Sie mal auf!
Dr. Klöbner taucht unter.
Er bleibt lange unter Wasser.
Sehr lange.
Müller-Lüdenscheid ruft:
Herr Doktor Klöbner, wenn Sie nicht sofort auf·tauchen,
verlasse ich die Wanne!
Dr. Klöbner taucht auf.
Er fragt:
Na? Was sagen Sie jetzt?
Sie langweilen mich.
Aber ich kann länger als Sie.
Es gibt wichtigere Dinge im Leben.
Was denn?
Ehrlichkeit ... Toleranz ... Mut ...Fleiß ... Sauberkeit ...
Aber ich kann länger als Sie.
Nur der Charakter ist wichtig.
Aber ich kann länger als Sie.
Das glaube ich nicht.
Dann tauchen wir jetzt beide zugleich. 
Wir werden ja sehen!

Dr. Klöbner und Herr Müller-Lüdenscheid tauchen beide unter.
Nur ihre Knie sehen noch aus dem Wasser.
Da kommt ein dritter Mann ins Bad.
Er sagt:
....Entschuldigung.... Ist das hier Zimmer 107 ?


Der Autor: Loriot 

Vicco von Bülow oder "Loriot" (1923 - 2011)
Foto: Pacific11 / Wikimedia


Loriot [lorio
Vicco von Bülow [Vko von Bülo]
Dieser Dialog kommt aus einem Cartoon von Loriot.
Sein richtiger Name war Vicco von Bülow.

Loriot war ein Humorist.
Er hat Bücher geschrieben
und Cartoons und Filme gemacht.
Wenn er sie im Fernsehen vorstellte, 
saß er immer auf diesem Sofa:

Das Sofa (das Sofa, -s) von Loriot.
Foto: Wikiuka / Wikimedia Commons


Deshalb nennen wir solche Sofas oft "Loriot-Sofa".
Und wir benutzen gerne Zitate von Loriot.
Wenn es passt, sagen wir:
"Aber ich kann länger!"
oder 
"Die Ente bleibt draußen!"
....oder viele andere Zitate von Loriot.

Im Jahr 2011 ist Loriot gestorben.
Das ist sein Grab:

Das Grab (das Grab,  ̈-er) von Vicco von Bülow.
Foto: OTFW / Wikimedia Commons





 

Deutsch lernen mit Loriot


In diesem Blog kann ich wegen dem Copyright keine Cartoons zeigen.

Aber Sie können sie gut im Internet finden.
Zum Beispiel Loriots Herren im Bad.
Der Text von Loriot ist ein bisschen schwieriger als der Text in diesem Blog.
Aber es gibt den Cartoon auch mit englischen Untertiteln.

Außerdem gibt es auch einfachere Cartoons von Loriot
Versuchen Sie  Loriots Der Feierabend.
Das können Sie vielleicht schon ohne Untertitel verstehen.
Viel Spaß!




Wortliste
Ich wäre jetzt gerne allein = Ich möchte jetzt allein sein / Ich möchte keine andere Person bei mir haben.
überhaupt = hier: eigentlich. ("überhaupt" in einer Frage bedeutet: "Ich wundere mich sehr / Ich finde das sehr komisch) 
baden = im Wasser sein
auslassen = Wasser aus der Wanne laufen lassen / die Wanne leer machen.
einlassen = Wasser in die Wanne laufen lassen / die Wanne voll machen.
entscheiden, entschied, entschieden =  Aus mehreren Möglichkeiten eine auswählen.
greifen, grff, gegrffen = die Hand zu einer Sache bewegen und die Sache nehmen. 
der Stöpsel, - =  Unten in der Badewanne ist ein Loch. In das Loch tut man einen Stöpsel, damit das Wasser nicht aus der Wanne läuft. 
der Sozi, -s = böses Wort für "Sozialist". Eine Person, die politisch links denkt. 
Ich denke nicht darn! = Das tue ich bestimmt nicht! 
tauchen = mit dem Kopf unter das Wasser gehen. 
ntertauchen, tauchte nter, (ist)ntergetaucht = wie: tauchen.
uftauchen, tauchte uf, (ist) ufgetaucht = mit dem Kopf aus dem Wasser heraus kommen.
verlssen, verließ, (hat) verlssen = hier: fort gehen, hinaus gehen. 
lngweilen = so reden oder handeln, dass es anderen Leuten keinen Spaß macht und sie schlafen möchten.
ehrlich  = so, dass man alles so sagt, wie es ist / so, dass man keine Sachen nimmt, die anderen Leuten gehören.
die Ehrlichkeit =  (Sustantiv von ehrlich)
tolernt = so, dass man Leute ok findet, auch wenn sie anders sind machen als man selbst.
die Tolernz = (Substantiv von tolerant)
mutig = so, dass man keine Angst hat.
der Mut = (Substantiv von mutig)
fleißig = so, dass man viel arbeitet.
der Fleiß = (Substantiv von fleißig)
sauber = so, dass man sich immer wäscht und immer frische Kleider anzieht.
die Sauberkeit = (substantiv von sauber) 
der Charakter [Karkter] = die Eigenschaften / das Herz von einem Menschen.
der Humorst = Person. Sie schreibt, spielt oder zeichnet Sachen, über die man lachen muss.
das Zitat, -e = ein Satz, den eine andere Person gesagt hat / ein Satz, den man in einem Buch gefunden hat. 
der ntertitel = Text unter einem Film.

 
Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
gefällt ihnen dieser Dialog? 
Gibt es in ihrem Land auch bekannte Humoristen?
Wie heißen Sie? Kann man sie im Internet sehen? 
Vielleicht sogar mit Untertiteln?
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