Montag, 9. Oktober 2017

Warum fotografieren Sie Ihr Essen?


Am Samstag habe ich eine Ausstellung gesehen.
Sie war sehr klein.
Das Thema war:
Warum fotografieren Sie Ihr Essen?

Leute haben Fotos geschickt.
Und sie haben geschrieben, warum sie das Foto gemacht haben.
Die Fotos und Geschichten waren auf einer Stellwand angepinnt.




Eine Stellwand (die Stellwand, ̈-e)
Foto: Bernd Schwabe / Wikimedia Commons

 
Das haben die Leute geschrieben:


"Essen bedeutet für mich Frieden." 

"Ich freue mich, wie gut es mir geht.
Deshalb fotografiere ich oft mein Essen."

"Dieses Essen sah so schön aus.
Das wollte ich meinen Freunden zeigen."

"Ich fotografiere oft mein Essen.
Die Fotos schicke ich meiner Mutter.
Sie soll sehen, dass es mir gut geht."


Ein Essen in dem Land Armenien.
Foto jm3 - Flickr / Wikimedia Commons

Ich war in Armenien.
Dort habe ich mein Frühstück fotografiert.
Auf dem Teller sind so viele Speisen.
So sieht in Deutschland ein Mittagessen aus!   

Ein hartes Ei (das Ei, -er)
Reinhard Kichner / Wikimedia Commons

"Ich habe ein Ei fotografiert.
Das ist nicht viel.
Aber wenn ich Hunger habe, 
und wenn es noch nicht Zeit zum Essen ist, 
dann esse ich gerne ein hartes Ei."

Pflaumenkuchen (der Pflaumenkuchen, -) und Kaffee.
Foto: Jordi / Wikimedia Commons
"Ich habe einen Pflaumen·kuchen fotografiert.
Pflaumenkuchen erinnert mich an meine schöne Kindheit."



vegan = so, dass nichts von einem Tier im Essen ist.
Foto: Kari Sullivan / Wikimedia Commons

"Dieses Essen ist vegan.
Das Foto habe ich aus Freude gemacht.
So gut kann man essen, ohne dass man Tieren weh tut!"



Käse-Scheiben (die Scheibe, -n)
Foto: Mariuszjbie / Wikimedia Commons


(Die Fotos oben sind nicht aus der Ausstellung.)
 "Ich habe im Restaurant ein Käse·brot bestellt.
Ich habe ein Brot und Käse bekommen. 
Die Käse-Scheiben lagen auf dem Teller wie ein Hashtag.
Ich musste so lachen!
Deshalb habe ich dieses Foto gemacht."

Ein Hashtag (das Hashtag, -s, sprich Hschteg)
Grafik: Flaticon / Wikimedia Commons



"Mein Vater wollte gerne Fisch essen.
Er hat sich sehr auf das Essen gefreut.
Deshalb habe ich ihn mit dem Fisch fotografiert."


:-)

Diese Ausstellung hat mir gut gefallen. 
Die Fotografen und Fotografinnen waren mir sofort sympathisch!

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
warum fotografieren Sie Ihr Essen?
schreiben Sie einen Kommentar.
Hier unten ist Platz: ⇓


Wortliste
die Ausstellung, en = Ort. Man geht hin und kann dort Bilder oder andere Sachen ansehen. 
das Thema, -en =  der wichtigste Inhalt von einem Buch, von einem Gespräch oder von einer Ausstellung.
npinnen = mit vier Nadeln festmachen.
der Frieden (nur Singular) = Eine Zeit ohne Streit oder ohne Krieg.
zeigen = machen, dass jemand etwas sieht. 
das harte Ei = Ei. Es ist gekocht. Deshalb ist es hart. 
die Kndheit, -en = die Zeit, als man ein Kind war.
sich auf etwas freuen = froh sein, weil etwas bald passieren wird.
sympathisch = nett / so, dass die Leute einen gerne mögen ("sie ist sehr sympathisch!" "Ich finde sie sympathisch")





Dienstag, 3. Oktober 2017

Schere, Stein, Papier

Es ist nur noch ein Stück Kuchen da.
Wer darf es essen?

Wer muss heute das Geschirr spülen?

In welchen Film gehen wir?
In den Horror-Film -
oder in die Romantik-Komödie?


Lass uns Schere, Stein, Papier spielen!

Eine Faust (die Faust, ̈-e).
Foto: Pogrebnoj-Alexandrow/ Wikimedia Commons

Ich mache eine Faust.
Du auch.
Wir bewegen die Faust 3 Mal hin und her.
Dabei sagen wir:
"Tsching! Tschang! Tschong!"
oder 
"Schnick! Schnack! Schnuck!"
schnck, schnck, schnck
tschng, tschng, tschng
Dann öffnen wir die Hand.
Welche Form hat sie jetzt?

Papier?
Stein? 
oder Schere?


Grafik: Enzoklop / Wikimedia Commons

Die Schere schneidet das Papier.
Die Schere gewinnt.

Der Stein macht die Schere kaputt.
Der Stein gewinnt.

Das Papier wickelt den Stein ein.
Der Stein verliert.

Das nennt man "knobeln".


Wortliste
das Papier,-e
der Stein,-e
die Schere, -n
das Geschrr spülen = nach dem Essen die Teller, Messer, Gabeln und Gläser sauber machen. 
der Hrror-Flm, -e = Ein Film. Wenn man ihn sieht, bekommt man Angst.
die Romntik-Komödie, -en. Ein Film. Im Film sieht man ein Liebespaar. Der Film ist lustig.
Hin und her =  zuerst nach links, dann nach rechts / zuerst nach vorne, dann zurück.( ⇆)
einwickeln = ein Papier oder ein Tuch nehmen, es um eine Sache herum tun und fest machen (siehe Bild unten).
gewnnen, gewnn, gewnnen = Bei einem Wettbewerb der erste (oder die erste) sein.
verlieren, verlor, verloren =  Bei einem Wettbewerb nicht der erste (oder die erste) sein.
knobeln =  Schere, Stein, Papier spielen.

 
Das Baby ist in ein Tuch eingewickelt.
Foto: I, Produnis /Wikimedia Commons




Liebe Leserinnen, 
liebe Leser,
was machen Sie, wenn nur noch ein Stück Kuchen da ist?
Schreiben Sie einen Kommentar!
Hier unten ist Platz: ⇊

Sonntag, 24. September 2017

Susanne und die Kraniche

Liebe Leute, 

am 14. August habe ich über Kraniche geschrieben.
Gerade habe ich welche gesehen!

 
Das habe ich gesehen: Eine Gruppe Kraniche. (die Grppe,-n / der Kranich, -e)
Foto: Dirk Ingo Franke / Wikimedia Commons


Ich bin mit dem Fahrrad zum Papier·container gefahren.
Da habe ich Rufe gehört.
Ich habe nach oben geschaut,
und da waren sie!
Es war eine große Gruppe.

Sie waren ganz weit oben

Aber sie flogen noch nicht nach Süden.
Sie flogen im Kreis über der Stadt. 

Ich bin vom Fahrrad abgestiegen und habe nach oben geschaut.
So lange, bis ich sie nicht mehr sehen konnte.

Das war schön.



Das haben die Kraniche gesehen: Hamburg von oben.
Foto: Marco Verch / Wikimedia Commons





Wörter



Container (der Container, - ,sprich: Kontener) für Glas und Papier.
Foto: Peng / Wikimedia Commons


Das ist ein Kreis.(der Kreis, -e)
Foto: Ökologix / Wikimedia




Mittwoch, 6. September 2017

Ein Gespräch im Auto: Autonomes Fahren

 
Im Auto (das Armaturenbrett, -er.)
Foto: 1-1111 / Wikimedia Commons.



Im Sommer war ich bei meiner Familie.
Dort hatte ich ein Gespräch mit meinem Neffen.
Er ist Ingenieur.

Ich:
Bald gibt es Autos ohne Fahrer.
Das finde ich toll. 

Mein Neffe:
Das stimmt nicht.
Ein Fahrer muss im Auto sein.
Ein Auto kann nicht alles allein.

Jetzt vielleicht noch nicht.
Aber in ein paar Jahren....

Nein.
Es gibt zu viele Probleme.
Das Auto wird programmiert.
Es erkennt viele Situationen - aber nicht alle. 
Es erkennt nur die, die einprogrammiert sind.

Aber vielleicht kann es lernen.

Das ist schwerer als Du denkst.
Ein Auto kann andere Autos erkennen.
Es kann Fußgänger erkennen.
Es kann Verkehrsschilder lesen.
Aber wenn ein Verkehrsschild schmutzig ist, klappt es nicht mehr.
Und jedes Verkehrsschild ist anders schmutzig.
Außerdem erkennen Autos auch keine Känguruhs.

Ein Känguruh (das Känguruh, -s)
Foto: Michael Barritt und Karen May/ Wikimedia Commons


Känguruhs?
Ja.
Fußgänger gehen.
Känguruhs springen.
Die Sensoren im Auto erkennen sie nicht. 
Das gibt Unfälle.
Hier gibt es doch gar keine Känguruhs!
Aber es gibt Kinder.
Kinder springen auch manchmal.
Und - rumms!
Das Kind liegt unter dem Auto.
Hoffentlich kann man diese Probleme schnell lösen.
Warum eigentlich?
Autofahren ist doch schön.
Autofahren - das ist Freiheit!
Aber ich habe doch keinen Führerschein!
Ich möchte ein Auto, das alleine fahren kann.
Link&Go autonomes Auto. (Mein Auto in der Zukunft?)
Foto: Comenius11/ Wikimedia Commons


Wortliste

autonom = so, dass man niemand braucht / so, dass man es alleine tun kann.
tll = sehr gut.
programmieren = in einen Computer schreiben, was er tun soll.
einprogrammieren = (hier:) programmieren
erknnen = sehen und wissen, was es ist.
die Situation, -en = die Lage / (hier:) der Platz vom Auto und von anderen Autos und Menschen auf der Straße.
das Verkehrsschild, -er = Tafel auf der Straße. Darauf steht z.B. "Stopp!", "Einbahn"; "30". 
es klppt = es geht / es funktioniert.
außerdem = zu der Sache, die ich eben gesagt habe, kommt noch mehr dazu.
springen, sprang, gesprungen = beide Füße zur gleichen Zeit vom Boden heben.
der Snsor, die Sensoren = Teil von einer Maschine. Sensoren können Dinge erkennen.
der nfall,  ̈-e = (hier:) Zwei Autos stoßen zusammen / Ein Auto und ein Mensch stoßen zusammen.
rmms! = (Das Wort beschreibt einen kurzen, lauten Lärm).
lösen = (hier: ) ein Problem nicht mehr haben / einen Weg finden.
die Freiheit, -en = (hier: ) Man kann tun, was man will / man kann überall hinfahren.
der Führerschein, -e = amtliches Papier. Darauf steht: "Person XY darf Auto fahren".

 Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
werden Sie später autonome Autos benutzen?
Oder wollen Sie lieber selbst fahren?
Und - ist autofahren für Sie Freiheit?
Schreiben sie einen Kommentar...
hier unten ist Platz: ⇓

Dienstag, 29. August 2017

Buch-Vorstellung: Die Geschichte von Tom

 
Nacht (die Ncht, ̈-e).
Foto: Aimaina Chikari, Wikimedia Commons.

Es ist Nacht.
Ein Mann wacht auf.
Er liegt auf der Straße.
Warum?
Er weiß es nicht.

Der Mann denkt:
Wie heiße ich?
Ich weiß es nicht.

Der Mann steht auf.
Er sieht ein Auto.
Er denkt:
Das ist mein Auto.
Es ist kaputt.
Was ist passiert?
Ich weiß es nicht.

Der Mann denkt:
Mein Rücken tut weh.
Ich brauche Hilfe.

Aber niemand ist da.
Die Straße ist leer.
Es gibt keine Häuser.
Denn die Straße ist im Wald.

Der Mann läuft los.
Er läuft lange.
Dann sieht er ein Licht.
Dort ist ein Haus.


Ein Licht (das Lcht, -er) im Wald (der Wald, ̈-er).
Foto: Randi Hausken /Wikimedia Commons

Der Mann geht zu dem Haus.
Er klingelt.
Macht jemand auf?
Bekommt der Mann Hilfe?

....

Das ist der Anfang von einem Buch.
Das Buch heißt:
Die Geschichte von Tom.


Das Buch "Die Geschichte von Tom"

Foto: Verlag "Spaß am Lesen"

Das Buch ist ganz einfach.
Die Sätze sind kurz.
Die Wörter sind einfach.
Das Buch ist extra für Deutsch-Anfänger.
Für Anfänger im A1-Kurs. 

Das Buch "die Geschichte von Tom" gefällt mir.
Der Anfang ist spannend.
Das Ende ist gut.
Und die Geschichte ist realistisch.
Das bedeutet:
Sie kann wirklich passiert sein.

Der Verlag


Das Buch kommt von dem Verlag "Spass am Lesen".

Die Bücher von dem Verlag sind immer einfach.
Aber nicht so einfach wie "Die Geschichte von Tom".
Die Sätze sind zwar kurz,
aber die Wörter sind oft schwer.

Das war bis jetzt kein Problem. 
Warum?
Die Leser sind Deutsche.
Sie können nicht nicht so gut lesen.
Aber sie sprechen Deutsch als Mutter·sprache.
Sie kennen die Wörter.

Aber jetzt gibt es in Deutschland viele Ausländer.
Deutsch ist nicht ihre Muttersprache. 
Sie kennen noch nicht so viele Wörter. 

Der Verlag "Spass am Lesen" kennt das Problem.
Deshalb macht er jetzt Bücher extra für Ausländer. 
Diese Buch·reihe heißt "Mitten im Leben".
In dieser Buchreihe sind nicht nur die Sätze einfach,
sondern die Wörter auch.

Das gefällt mir.


Hier ist ein Link zum Verlag:
https://einfachebuecher.de/die-geschichte-von-tom

Dort finden Sie dieses Buch.
Und noch viele andere...
für Ausländer und für Deutsche.
10% von den Deutschen können nicht gut lesen.

Information

Das Buch habe ich vom Verlag bekommen.
Aber ich arbeite nicht bei dem Verlag.


Wortliste
aufwachen = zuerst schlafen und dann nicht mehr schlafen.
der Rücken, - = Der Oberkörper von hinten (vom Hals bis zum Po). 
leer = so, dass dort nichts ist / so, dass nichts darin ist.
klngeln = auf einen Knopf an der Türe drücken und so sagen: Ich bin vor der Türe, bitte mach auf!
der nfang, ̈-e = (hier:) ganz vorne im Buch.
das nde, -n = (hier:) ganz hinten im Buch.
spnnend = so, dass man mehr lesen will. So, dass man das Ende wissen will.
realstisch = (Geschichte) so, dass es wirklich passiert sein kann.
xtra = (hier:) nur / speziell für diese Leute.
der A1-Kurs (lies: a eins Kụrs), -e = der Deutschunterricht für Anfänger.
der Verlag, -e = Firma. Sie macht Bücher oder Zeitschriften.
zwar .... aber = es ist so....aber...
die Mttersprache, -n =  die Sprache, die man als Kind lernt.
die Buchreihe, -n = Mehrere Bücher. Sie kommen von einem Verlag. Sie sind ähnlich.
mtten in ...(+Dativ)= in der Mitte von....
% (lies: Proznt) = 1 Teil von 100.

 
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Was für Geschichten lesen sie gerne?
Schreiben Sie einen Kommentar!
Hier unten ist Platz: ⇓

Montag, 14. August 2017

Ibycus und die Kraniche

Heute stelle ich ein Gedicht vor.
Friedrich Schiller hat es geschrieben. 
Das Gedicht erzählt eine Geschichte:
Die Geschichte von Ibycus und den Kranichen.


Friedrich Schịller (1759 - 1805)
Ibycus (sprich: Ibikus) - Name
Korinth (sprich: Kornt) - Stadt in Griechenland. 


Ein Kranich (der Kranich, -e).
Gemälde: Johann Friedrich Naumann, 1899.
Foto: Wikimedia Commons

In der Stadt Korinth gibt es ein Fest.
Alle Griechen sind eingeladen.

Auch Ibycus geht nach Korinth.
Er will auf dem Fest singen.
Ibycus ist ein Sänger.
Die Leute sagen:
Ibycus singt sehr schön.
Die Götter lieben ihn.

Ibycus lebt in Italien.
Sein Weg nach Korinth ist sehr weit.
Oft sieht er Kraniche.
Sie fliegen in Gruppen nach Süden. 
Sie rufen laut. 

Eine Gruppe Kraniche fliegt.
Foto: Bdf Bdf / Wikimedia Commons.


Ibycus liebt Kraniche.



Im Wald vor Korinth



Ein Wald (der Wld, ̈-er)
Foto: Walter J. Pilsak / Wikimedia Commons

 
Bald ist Ibycus in Korinth.
Vor der Stadt ist ein Wald.
Der Wald ist groß und dunkel.

Ibycus geht durch den Wald.
Niemand ist da.
Nur die Kraniche rufen manchmal.
Ibycus singt.

Da kommen zwei Männer.
Ibycus denkt:
Die Männer sehen nicht freundlich aus.
Was wollen sie von mir?

Die Männer schlagen Ibycus.
Ibycus ruft:
Hilfe! Hilfe!
Aber niemand hört ihn.
Niemand ist da.

Ibycus wehrt sich.
Aber die Männer sind zu zweit.
Und Ibycus ist nicht stark.
Er ist ein Künstler, kein Soldat.
Die Männer sind stärker als er.

Ibycus fällt auf den Boden.
Er sieht nichts mehr.
Aber er hört etwas:
Am Himmel sind Kraniche.

Ibycus ruft:
Ihr Kraniche, hört mich!
Diese Männer töten mich.
Ich sterbe.
Ich kann nicht mehr erzählen, was passiert ist.
Erzählt meine Geschichte und rächt mich!
der Soldat, -en = Person. Sie kämpft im Militär.  
rächen = eine böse Tat bestrafen.
sich wehren = einen Angreifer abhalten.
zu zweit = so, dass 2 Personen zusammen sind.
der Künstler, - = Person. Sie macht Musik, malt oder spielt Theater.
der Hmmel, - = der Raum über uns. Dort sind Sonne und Mond.



In der Stadt


Die Stadt Korinth ist voll.
Alle wollen zu dem Fest.
die Leute kommen aus vielen Ländern.
Wer kann sie zählen?

Wer kennt ihre Namen?
Niemand.
Es sind zu viele.


Die Menschen sind sehr aufgeregt.
Sie sagen:
Habt ihr es schon gehört?
Ibycus, der Sänger, ist tot.
Er liegt im Wald.
Jemand hat ihn ermordet!

Wer war das wohl?
Wer hat Ibycus ermordet?
Niemand weiß es.
Aber vielleicht ist der Mörder hier in Korinth
und niemand erkennt ihn!

aufgeregt = so, dass man voll Angst und Emotionen ist.
ermrden = einen Menschen mit Absicht töten.
der Mörder, - = Substantiv von: ermorden. 
erknnen, erknnte, erknnt = jemanden sehen
und wissen, wer er ist.



Im Theater

Das Theater (das Theater, -) in der Stadt Epidauros in Griechenland.
Foto: Merlin (?) / Wikimedia Commons

Es wird Abend.

Alle Leute gehen ins Theater.
Dort beginnt das Fest.

Das Theater ist sehr groß.
Und es ist sehr laut.
Alle Leute reden.

Dann wird es still. 
Das Spiel beginnt.

Der Chor kommt heraus.
Es sind Frauen mit Fackeln.
Sie gehen sehr langsam.
Ihre Gesichter sieht man nicht.
Sie sehen größer aus als Menschen.

Frauen mit Fackeln (die Fckel, -n) im Theater.
Foto: Raulsirio / Wikimedia Commons.

Langsam gehen sie durch das Theater.
Dann sprechen sie:

Wir sind die Rache-Göttinnen.
Wir kennen Euch.
Wir wissen alles über Euch.
Wir wissen, wer gut ist.
Wir wissen, wer schlecht ist.

Die Guten können ruhig sein.
Die Schlechten müssen Angst haben.
Wir finden sie.
Wir folgen ihnen.
Sie werden nie mehr Ruhe haben!

Im Theater ist es ganz still.
Niemand bewegt sich.

Plötzlich ruft jemand ganz oben:
Timotheus! Sieh! Die Kraniche von Ibycus!

Der Himmel wird schwarz.
Eine Gruppe Kraniche fliegt über das Theater.


Timothe´us = Name.

 
Foto: Andreas Trepte, Wikimedia Commons


Die Leute im Theater werden unruhig.
Alle fragen:
Wer hat dort von Ibycus gesprochen?
Was haben die Kraniche mit Ibycus zu tun? 

Die Leute schauen nach oben.

Die Mörder sagen nichts mehr.
Aber ihre Gesichter sind ganz weiß.
Die Leute erkennen sie.
Sie rufen:
Das wart ihr!
Ihr habt gerade gesprochen!
Was habt ihr mit Ibycus zu tun?
Antwortet!

Die Leute packen die Männer
und bringen sie vor den Richter.
Die Männer gestehen den Mord.

Die Kraniche haben Ibycus gerächt.
stll = ruhig /leise.
das Spiel, e = (hier:) das Schauspiel / das Theaterstück.
der Chor, ̈-e = (im Theater:) Eine Gruppe von Leuten.
Sie sprechen zusammen einen Text.
die Rache = Substantiv von: rächen.
die Göttin, -nen = Weiblicher Gott.
folgen = nachgehen.
der Rchter, -  = Person. Sie kennt die Gesetze und
bestraft schlechte Menschen.
pcken = anfassen und sehr fest halten.
gestehen, gestnd, gestnden = sagen, dass man etwas Schlechtes getan hat.




Friedrich Schiller und die Geschichte von Ibycus



Friedrich Schịller (1759-1805)
Bild: Ludovike Simanowitz, 1794 (neue
deutsche Biographie). Foto: Wikimedia Commons

 

Die Geschichte von Ibycus kommt aus Griechenland.
Sie ist sehr alt.
Friedrich Schiller hat sie neu erzählt. 
Er hat sie als Gedicht aufgeschrieben.
Das war im Jahr 1798.


Viele Leute in Deutschland kennen die Geschichte von Ibycus.
Aber sie kennen nicht das Original,
sondern Schillers Gedicht. 

Das Original und das Gedicht sind sehr ähnlich.
Aber es gibt einen Unterschied!

Das Original geht so:

Die Mörder sitzen im Theater.
Sie sprechen über Ibycus und die Kraniche.
Jemand hört sie
und geht zur Polizei.
Das Theater ist dabei nicht so wichtig.


Aber bei Schiller ist das Theater wichtig:

Das Spiel packt die Leute.
Sie werden ganz still.
Sie sind sehr bewegt.
Die Mörder auch.
Nur deshalb machen sie einen Fehler.

Schiller wollte zeigen:
Kunst ist wichtig.
Sie bewegt Menschen.
Sie kann Menschen zur Wahrheit führen. 

Diese Botschaft war Schiller sehr wichtig. 

Viele Leute sagen:
"Die Kraniche des Ibycus" ist Schillers schönste Ballade.
 
die Ballade, -n = Gedicht. Es erzählt eine Geschichte
mit Anfang, Mitte und Ende.
das Original, -e = Die Sache, die zuerst da war. 
bewegt = so, dass man starke Gefühle hat.
die Knst, e = Theater, Malerei, Musik, Dichtung u.s.w.
die Wahrheit, -en = das, was richtig ist / das, was wirkich stimmt.
die Botschaft, -en = die Information.
das war Schiller wichtig = das war für Schiller wichtig.